Häufig gestellte Fragen

 

Wie lange ist ein Rezept gültig?

Ein Rezept für Arzneimittel zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (rosa Rezept) ist 1 Monat gültig. Ein z.B. am 16.02. ausgestelltes Rezept kann bis zum 16.03. eingelöst werden. Wurde ein Hilfsmittel (z.B. Pen-Nadeln, Lanzetten, eine Stechhilfe, Kompressionsstrümpfe) verordnet, ist es 28 Tage lang gültig.

 

Ein Privatrezept (grünes, blaues oder formloses Rezept) ist 3 Monate gültig.

 

Ein Betäubungsmittel-Rezept (gelbes, nummeriertes Rezept) ist 7 Tage gültig, wobei der Ausstellungstag nicht mitgerechnet wird. Ein am 16.02. ausgestelltes Rezept kann demnach bis zum 23.02. (inkl.) eingelöst werden.

 

Was ist ein Entlassrezept?

Seit dem 01.10.2017 dürfen Krankenhausärzte Arznei-, Verband- und Hilfsmittel verordnen, damit Patienten in den ersten Tagen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus versorgt sind. Sie müssen damit nicht mehr sofort den Haus- oder Facharzt aufsuchen.

 

Die Apotheke darf diese Entlassrezepte nur innerhalb von 3 Werktagen (Montag bis Samstag) beliefern. Der Tag der Ausstellung zählt dabei bereits als erster Werktag. Diese Frist gilt auch für Betäubungsmittelrezepte. Eine Ausnahme bilden Rezepte für Hilfsmittel, sie sind 7 Kalendertage gültig.

 

Rosafarbene Rezepte sind mit dem Wortlaut "Entlassmanagement" und der Ziffer "4" im Statusfeld gekennzeichnet. Betäubungsmittelrezepte sind nur durch die Ziffer "4" im Statusfeld gekennzeichnet.

 

Warum bekomme ich ein anderes Arzneimittel als auf dem Rezept steht?

Die gesetzlichen Krankenkassen schließen Verträge mit Arzneimittelherstellern ab, um Rabatte zu erhalten (Rabattverträge). Die Apotheken sind verpflichtet, die Arzneimittel dieser Firmen abzugeben. Dabei gibt es nur wenige Ausnahmen, z.B. ein vom Arzt auf dem Rezept vermerktes Aut-idem-Kreuzchen.

 

Was ist eine Arzneimittelzuzahlung?

Gesetzlich versicherte Patienten müssen einen Teil der Kosten für die Arzneimittel übernehmen. Der Betrag richtet sich nach dem Preis des Arzneimittels und liegt zwischen mindestens 5,00 und maximal 10,00 € pro Packung.

 

Ich bin zuzahlungsbefreit. Warum muss ich bei manchen Arzneimitteln trotzdem etwas bezahlen?

Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen oder das Bundesministerium für Gesundheit legen Beträge fest, die sie für ein Arzneimittel bezahlen (so genannte Festbeträge). Wenn ein Arzneimittel teurer ist als dieser Festbetrag, muss der Patient die Kosten übernehmen, die über diesem Betrag liegen (so genannte Mehrkosten), auch wenn er von der Zuzahlung befreit ist.

 

Wieso steht auf meiner Arzneimittelpackung etwas in einer ausländischen Sprache?

In Deutschland werden Arzneimittel auch für das EU-Ausland hergestellt, in der entsprechenden Landessprache gekennzeichnet und ins Ausland transportiert. In Deutschland gibt es wiederum Firmen, die diese Arzneimittel wegen des niedrigeren Preises dort einkaufen, wieder nach Deutschland transportieren, aber nur zum Teil mit deutschen Angaben umkennzeichnen, weshalb stellenweise auf der Arzneimittelpackung Informationen in einer ausländischen Sprache lesbar sind.  Ärzte verordnen diese Arzneimittel, weil sie in der Regel günstiger sind, als original deutsch gekennzeichnete Arzneimittel.

 

Wie lange dauert ein Notdienst?

Die Notdienstbereitschaft beginnt um 8.00 Uhr und endet 8.00 Uhr am folgenden Tag.

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